Alevitische Gemeinde Duisburg e.V. (AGD) und Alevitische Gemeinde Duisburg-Nord e.V. nehmen Stellung zur mutmaßlichen Wahlmanipulation in Duisburg-Marxloh
Die Alevitische Gemeinde Duisburg e.V. (AGD) und die Alevitische Gemeinde Duisburg-Nord e.V. (AGDN) haben sich mit einer Stellungnahme an unsere Redaktion gewandt. Hiermit nehmen sie darin Stellung zu den jüngsten Presseberichten über die mutmaßliche Wahlmanipulation in Duisburg-Marxloh.
Diese Stellungnahme lautet wie folgt:
“Stellungnahme der Alevitischen Gemeinde Duisburg-Nord e.V. in Duisburg-Marxloh und der Alevitischen Gemeinde Duisburg e.V. in Duisburg-Rheinhausen zu den Presseberichten über mutmaßliche Wahlmanipulationen in Duisburg-Marxloh
In den vergangenen Tagen wurde in verschiedenen Presseberichten (Rheinische Post, WAZ, xtranews sowie ARD-Mediathek) über Vorwürfe der Wahlmanipulation im Zusammenhang mit der Kommunalwahl in Duisburg-Marxloh berichtet. Dabei wird ein CDU-Kandidat für die Bezirksvertretung Hamborn genannt, gegen den der Verdacht besteht, unzulässige Einflussnahme auf Wähler ausgeübt und Stimmen gegen Geld organisiert zu haben.
Zudem ist von einem „neuen Alevitischen Kulturverein“ die Rede, über dessen E-Mail-Adresse rund 100 Briefwahlanträge beim Wahlamt eingegangen sein sollen, die fehlerhafte Angaben enthielten.
Wir, die Alevitische Gemeinde Duisburg-Nord e.V. und die Alevitische Gemeinde Duisburg e.V., nehmen hierzu wie folgt Stellung:
Keine Verbindung zum CDU-Kandidaten und zu den Vorwürfen
Wir stellen unmissverständlich klar, dass unsere Gemeinden in keinerlei Verbindung zu dem in den Presseberichten genannten CDU-Kandidaten stehen. Weder organisatorische noch persönliche Beziehungen bestehen zwischen uns und der betreffenden Person.
Keine Beteiligung an Briefwahlanträgen
Die im Zusammenhang mit Briefwahlanträgen erwähnte E-Mail-Adresse stammt nicht von unseren Gemeinden. Wir haben zu keinem Zeitpunkt Briefwahlunterlagen für Dritte beantragt oder entsprechende Initiativen unterstützt.
Keine Kenntnis des „neuen Alevitischen Kulturvereins“
Die in den Presseberichten genannte Einrichtung ist uns nicht bekannt. Es handelt sich dabei weder um eine unserer Gemeinden noch um eine uns angeschlossene Organisation. Die wiederholte Nennung des Begriffs „alevitisch“ in diesem Zusammenhang ist daher irreführend und geeignet, das Ansehen unserer Gemeinden zu beschädigen.
Keine Schuldzuweisung an die Alevit*innen
Wir betonen ausdrücklich: Dieser Vorfall darf nicht pauschal den Alevit*innen angelastet werden. Etwaige Unregelmäßigkeiten sind – sofern sie sich bestätigen – ausschließlich den tatsächlich verantwortlichen Personen zuzuschreiben und nicht einer gesamten Glaubensgemeinschaft.
Werte und Grundsätze unserer Gemeinden
Unsere Arbeit basiert auf demokratischen, rechtsstaatlichen und ethischen Grundsätzen. Die alevitische Lehre verbietet jede Form von Manipulation oder Täuschung. Wahlfälschung oder unlautere Einflussnahme sind mit unseren religiösen und moralischen Überzeugungen unvereinbar.
Forderung nach vollständiger Aufklärung
Wir begrüßen eine umfassende und transparente Aufklärung der Vorgänge durch die zuständigen Behörden. Sollten strafbare Handlungen vorliegen, sind die Verantwortlichen konsequent zur Rechenschaft zu ziehen.
Schutz unserer Reputation
Wir weisen jede unzutreffende Verbindung unserer Gemeinden mit den geschilderten Vorfällen entschieden zurück. Gleichzeitig behalten wir uns rechtliche Schritte vor, falls durch ungenaue Berichterstattung oder falsche Behauptungen der Ruf unserer Gemeinden beschädigt wird. „Wir appellieren an Politik, Behörden und Medien, eine klare Differenzierung vorzunehmen und die Alevitische Gemeinde Duisburg-Nord e.V. sowie die Alevitische Gemeinde Duisburg e.V. nicht mit den genannten Vorwürfen in Verbindung zu bringen.“
Alevitische Gemeinde Duisburg-Nord e.V.
Alevitische Gemeinde Duisburg e.V.

