Eine digitale Existenz?
In Zeiten von corona-geplagten menschlichen Existenzen werden nicht nur die mangelhaften menschlichen Kenntnisse von digitalen Ausstattungen und Vorgängen offenbar, sähe man von Spielzeugen wie ‚Handy‘ und ,Games‘ ab, sondern auch eine Unkenntnis von Anforderungen an digitale körperliche Existenzen. Falls Menschen die Pandemie und den noch weitaus schlimmeren, sich bereits seit Jahrzehnten abzeichnenden Klimawandel überleben wollen, könnte es nicht schaden, sich Gedanken über digitale Existenzen zu machen, die Umwelteinflüssen weitgehend, aber nicht vollständig entzogen sind.
Menschen hängen an ihrem gewohnten körperlichen Leben, auch falls sie dadurch die Menschheit insgesamt als auch die Welt in Gefahr bringen. Die politisch verhängten Einschränkungen in der Corana-Krise forderten eine Disziplin, die inzwischen kaum noch aufrecht zu halten ist. Vielfach ertönen Rufe nach wirtschaftlichen und politischen Freiheiten, die mit der bisherigen Körperlichkeit zusammenhängen. Doch falls Menschen nur noch aus Informationen bestünden, die auf Festplatten abgelegt sind, und damit eine andere Körperlichkeit entfiele, würden auch jene körperlichen Bedürfnisse verschwinden, die ein Überleben erschweren.
Menschen wären zentral Programme bzw. Apps, die sogar auf Mond und Mars überleben könnten. Solche Programme ließen sich auch in eine separate Körperlichkeit, in Maschinen oder Roboter transformieren, die eine Infrastruktur aufrecht erhalten könnten. Doch um mögliche Konflikte innerhalb der Programme, Maschinen und Roboter vermeiden zu können, wären eventuell umfangreiche Eingriffe erforderlich. Eine Reihe von Grundkenntnissen wären zu berücksichtigen, insbesondere von Logik, Kausalität und ihrer Unterschiede. Diese Überlegungen reichen freilich weit in die Zukunft, doch sie werden vermutlich schneller akut, als vielen Menschen lieb wäre.






