xtranews – das Newsportal aus Duisburg

Hauptmenü

  • Startseite
  • Regional
  • Kultur
  • Meinung
  • Politik
  • Sport
  • Impressum
  • Datenschutzerklärung

logo

xtranews – das Newsportal aus Duisburg

  • Startseite
  • Regional
  • Kultur
  • Meinung
  • Politik
  • Sport
  • Impressum
  • Datenschutzerklärung
Allgemein
Home›Allgemein›“Wunder von Marxloh” fiel nicht vom Himmel -Weihbischof Franz Vorrath blickt auf den Moscheebau in Duisburg zurück

“Wunder von Marxloh” fiel nicht vom Himmel -Weihbischof Franz Vorrath blickt auf den Moscheebau in Duisburg zurück

Von Thomas Rodenbücher
19. Juli 2009
2069
0
Teilen:
Moscheebauten machen immer wieder Schlagzeilen. In der Regel wird dabei über Konflikte berichtet. Bürgerinitiativen und als Bürgerinitiativen getarnte Rechtspopulisten mobilisieren Widerstand gegen repräsentative und ihrer Meinung nach überdimensionierte  „Großmoscheen“ und die darin angeblich zum Ausdruck kommende „Islamisierung Deutschlands“. Ganz anders im Fall der DITB-Merkez-Moschee in Duisburg-Marxloh. „Als dort am 26. Oktober eine große Kuppelmoschee im osmanischen Stil feierlich eröffnet wurde, hatte man den Eindruck, ein ganzer Stadtteil sei auf den Beinen“, erinnert sich der Essener Weihbischof Franz Vorrath in einem Beitrag für das Begleitheft zur Interkulturellen Woche 2009. Anstelle von Gegendemonstrationen hätten einige Deutsche sogar Schilder hochgehalten, auf denen „Willkommen in Marxloh“ zu lesen war. Einige Zeitungsberichte seien sogar mit den Worten überschrieben gewesen „Das Wunder von Marxloh“.
Dieses „Wunder von Marxloh“ sei aber weder vom Himmel gefallen noch unerklärbar, ist Weihbischof Vorrath überzeugt. „Es ist das Ergebnis harter Arbeit in einem Vermittlungsprozess, in dem sich der Moscheeverein, die Stadtverwaltung und die Kirchen engagiert haben. Der Neubau hat die Stadt, anders als beim Muezzinstreit, nicht gespalten, sondern er hat Menschen zusammengeführt.“ Dies wäre auch in anderen Städten möglich, meint Vorrath. Das Duisburger Beispiel mache deutlich, dass Moscheebauten den Dialog und die Integration auch voranbringen könnten. So hätten die Bauherren sich von Anfang an um „größtmögliche Offenheit und Transparenz“ bemüht. Darüber hinaus habe es ein „funktionierendes Netz verbindlicher Kontakte zwischen den Religionen, den Vertretern der Politik, der Stadtverwaltung und weiterer wichtiger Institutionen und Gruppen“ gegeben. Außerdem, so der Weihbischof weiter, seien sich Moscheevereine und Kirchengemeinden bewusst gewesen, „dass sie nicht nur für die eigene Glaubensgemeinschaft Verantwortung tragen, sondern für den Stadtteil insgesamt“. Zudem hebt Vorrath die Bereitschaft des Moscheevereins, der Kirchen und der Stadtverwaltung hervor, das Bauvorhaben aktiv, mit dem Einsatz eigener Ressourcen zu begleiten.
Christen wie Muslimen stehe es gut an, die Errichtung von Gotteshäusern der jeweils anderen Religion nicht nur aus gesellschaftspolitischen Gründen, sondern von ihrem Glauben her mit „Klugheit und Liebe“ zu begleiten, so der Weihbischof. Vorrath: „Es geht nicht allein darum, den gesellschaftlichen Frieden zu bewahren. Für Christen wie für Muslime geht es auch darum, Gott zu bezeugen in einer Welt, in der Glauben nicht mehr selbstverständlich ist.“
Weihbischof  Franz Vorrath

Weihbischof Franz Vorrath

Moscheebauten machen immer wieder Schlagzeilen. In der Regel wird dabei über Konflikte berichtet. Bürgerinitiativen und als Bürgerinitiativen getarnte Rechtspopulisten mobilisieren Widerstand gegen repräsentative und ihrer Meinung nach überdimensionierte  „Großmoscheen“ und die darin angeblich zum Ausdruck kommende „Islamisierung Deutschlands“. Ganz anders im Fall der DITB-Merkez-Moschee in Duisburg-Marxloh. „Als dort am 26. Oktober eine große Kuppelmoschee im osmanischen Stil feierlich eröffnet wurde, hatte man den Eindruck, ein ganzer Stadtteil sei auf den Beinen“, erinnert sich der Essener Weihbischof Franz Vorrath in einem Beitrag für das Begleitheft zur Interkulturellen Woche 2009. Anstelle von Gegendemonstrationen hätten einige Deutsche sogar Schilder hochgehalten, auf denen „Willkommen in Marxloh“ zu lesen war. Einige Zeitungsberichte seien sogar mit den Worten überschrieben gewesen „Das Wunder von Marxloh“.

Dieses „Wunder von Marxloh“ sei aber weder vom Himmel gefallen noch unerklärbar, ist Weihbischof Vorrath überzeugt. „Es ist das Ergebnis harter Arbeit in einem Vermittlungsprozess, in dem sich der Moscheeverein, die Stadtverwaltung und die Kirchen engagiert haben. Der Neubau hat die Stadt, anders als beim Muezzinstreit, nicht gespalten, sondern er hat Menschen zusammengeführt.“ Dies wäre auch in anderen Städten möglich, meint Vorrath. Das Duisburger Beispiel mache deutlich, dass Moscheebauten den Dialog und die Integration auch voranbringen könnten. So hätten die Bauherren sich von Anfang an um „größtmögliche Offenheit und Transparenz“ bemüht. Darüber hinaus habe es ein „funktionierendes Netz verbindlicher Kontakte zwischen den Religionen, den Vertretern der Politik, der Stadtverwaltung und weiterer wichtiger Institutionen und Gruppen“ gegeben. Außerdem, so der Weihbischof weiter, seien sich Moscheevereine und Kirchengemeinden bewusst gewesen, „dass sie nicht nur für die eigene Glaubensgemeinschaft Verantwortung tragen, sondern für den Stadtteil insgesamt“. Zudem hebt Vorrath die Bereitschaft des Moscheevereins, der Kirchen und der Stadtverwaltung hervor, das Bauvorhaben aktiv, mit dem Einsatz eigener Ressourcen zu begleiten.

Christen wie Muslimen stehe es gut an, die Errichtung von Gotteshäusern der jeweils anderen Religion nicht nur aus gesellschaftspolitischen Gründen, sondern von ihrem Glauben her mit „Klugheit und Liebe“ zu begleiten, so der Weihbischof. Vorrath: „Es geht nicht allein darum, den gesellschaftlichen Frieden zu bewahren. Für Christen wie für Muslime geht es auch darum, Gott zu bezeugen in einer Welt, in der Glauben nicht mehr selbstverständlich ist.“

Teilen mit:

  • Auf Facebook teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) Facebook
  • Auf X teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) X
  • Auf WhatsApp teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) WhatsApp
  • Auf Reddit teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) Reddit
  • Mehr
  • Drucken (Wird in neuem Fenster geöffnet) Drucken
Stichwortebundesbildungsministerin-namenBürgerinitiativenChristenDITB-Merkez-MoscheeDuisburgKirchenkreuzkirche-duisburgkreuzkirche-duisburg-marxlohmarxloh-kreuzkircheMoscheeMuslimeReligionschavan-annette-religionvon-wuppertal-nach-duisburgWeihbischof Franz Vorrathwuppertal-nach-duisburg-marxloh-verbindung
Vorheriger Artikel

Oskar Lafontaine: Trittins Forderung ist anmaßend

Nächster Artikel

Erzeugerpreise Juni 2009: – 4,6% gegenüber Juni ...

0
Anteile
  • 0
  • +
  • 0
  • 0
  • 0

Thomas Rodenbücher

In Verbindung stehende Artikel Mehr vom Autor

  • AllgemeinDuisburgHeadlineRegional

    Duisburg: Polizei erschießt aggressiven Schäferhund

    25. Januar 2021
    Von Redaktion
  • Kirchenkreis Duisburg
    HeadlineKirche

    Freiheit und Verpflichtung: Superintendent Armin Schneider erinnert an das Ende des II. Weltkriegs vor 75 Jahren

    7. Mai 2020
    Von Redaktion
  • Duisburg

    Duisburg: Täterpärchen beraubte 73jährige Frau

    6. September 2009
    Von Thomas Rodenbücher
  • DuisburgHeadlineJurgaMeinersMeinungPolitikRodenbücherWirtschaft

    Karstadt vs. Duisburg – Duisburg vs. Karstadt?

    17. Mai 2010
    Von Redaktion
  • DuisburgFeaturedHeadlineMusik

    6. Haniel Klassik Open Air: Viel Verdi, ein Hauch von Kuba und etwas Mozart

    6. September 2024
    Von Christian Heiko Spließ
  • Uwe Schubert, Leiter des Duisburger NachwuchsLeistungsZentrum, übergibt die Spende an Branimir Bajic, Fußballprofi der Zebras und Initiator der Stiftung "Helft Katarina". Foto: MSV Duisburg
    DuisburgSport

    Duisburger NachwuchsLeistungsZentrum spendet 1063,43 Euro für Bajic‘ Stiftung „Helft Katarina“

    11. Februar 2015
    Von Redaktion

You may interested

  • Duisburg

    Vier brutale Schläger gesucht – Opfer nur knapp dem Tode entgangen

  • Politik

    (K)EIN APRIL-SCHERZ: von der Leyens Hartz IV-Verschärfungs-Gesetz-Countdown läuft

  • Duisburg

    Duisburg: Überfall auf Duisburger Sparkasse

Neuste Beiträge

AllgemeinDuisburgHeadlineRegional

Duisburg: Zelte und Anhänger vom Kinderfest beschmiert und beschädigt – Zeugensuche

Unbekannte beschmierten und beschädigten, umliegend eines religiösen Gemeindehauses, am Springwall am späten Samstagabend (19. September) in der Zeit zwischen 23:15 und 23:35 Uhr mehrere Areale, die im Zusammenhang mit dem ...
  • 7. Haniel Klassik Open Air: Premiere für Stephan Blunier

    Von Christian Heiko Spließ
    11. September 2026
  • Duisburg: Schießerei in Hochfeld

    Von Redaktion
    1. September 2026
  • Duisburg: Mann durch Böller schwer verletzt

    Von Redaktion
    20. August 2026
  • Uri Poliavich: Bildung, Philanthropie und soziale Verantwortung

    Von Redaktion
    20. August 2026


Unsere Fotos

  • Meist besucht
  • Am besten bewertet
  • Am meisten kommentiert
  • Zufällig
  • Neue Photos

Kategorien

  • Allgemein
    • Panorama
    • Panorama
    • Recht
    • Veranstaltungen
    • Wissenschaft
  • Antworten
  • Anzeige
  • Arbeitsmarkt
  • Ausbildung
  • Bildung
  • Bürgerinitiative
  • City
  • Duisburg
  • duwatch
  • Engagement
  • Featured
  • Fotostrecken
  • Fragen
  • Gastbeitrag
  • Gesundheit
  • Headline
  • HEIMAT
  • Industrie
  • Investment
  • Jugend
  • Kinder
  • Kirche
  • Korruption
  • Kritik
  • Kultur
    • Medien
    • Musik
    • Rezensionen
    • Ruhrgebiet
  • LoveParade
  • Magazin
  • Meinung
    • Evers
    • Jurga
    • Klouten
    • Meiners
    • Obens
    • Rodenbücher
    • Schulze
    • Song of the Week
    • Spließ
  • Netzwelt
    • Datenschutz
  • OB
  • ÖPNV
  • Panorama
  • Parteien
  • Politik
    • Bundestagswahl
    • Kommunalwahl
    • Soziales
  • Regional
    • Bochum
    • Bonn
    • Dinslaken
    • Dortmund
    • Düsseldorf
    • Essen
    • Gelsenkirchen
    • Herten
    • HSK
    • Kamp-Lintfort
    • Krefeld
    • Kreis Wesel
    • Moers
    • Mülheim
    • Münsterland
    • Niederrhein
    • Niedersachsen
    • Oberhausen
    • OWL
    • Ruhrgebiet
    • Voerde
    • Wesel
    • Wuppertal
  • Sicherheit
  • Sport
    • American Football
    • Mountainbiking
    • Rennrad
  • Stadtrat
  • Statistik
  • Umfrage
  • Umwelt
  • Umweltschutz
  • Verkehr
  • Verwaltung
  • Video
  • Wahlen
  • Wirtschaft
    • Gewerkschaften
    • Verbraucher
  • XSHORTIES
  • Zukunft
© 2009 - 2025 xtranews - das Newsportal aus Duisburg . All rights reserved.
Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung!