CSD 2025: Der Regenbogen gehört zu Duisburg

“DU ha(s)t die Wahl: Wähle Vielfalt, Respekt und Akzeptanz!” Unter diesem Motto stand der Duisburger CSD 2025. Nach dem Hissen der Regenbogenflagge am Rathaus zogen die Teilnehmer auf der traditionellen Route durch die Stadt. Beim Zwischenstopp vor dem Lehmbruck-Museum wurde an den kürzlich verstorbenen Stefan Dellwo sowie auch an Sascha Roncevic erinnert. Nach dem Ende der Demo am Averdunckplatz erwartete die Besucher ein kulturelles Bühnenprogramm.
“Es gab keine ernstzunehmende Diskussion darüber, ob der CSD in Duisburg stattfinden sollte,” so Sören Link in seiner Ansprache am Rathaus. “Selbstverständlich wird heute die Regenbogenflasse gehisst werden, es ist immer noch wichtig ein Zeichen zu setzen.” Mit dem Hissen der Flagge würde die Buntheit und Vielfalt der Stadt Duisburg symbolisiert. Es sei zudem entscheidend, dass Menschen Flagge zeigen und sich in der Öffentlichkeit positionieren, um ein Zeichen gegen Diskriminierung und für Akzeptanz zu setzen. “Es ist wichtig, sich nicht wegzuducken und sich aktiv für die Rechte Aller einzusetzen”, so Link.
Er ermutigte die Zuhörer am 14. September zur Wahl zu gehen. Es sei entscheidend Parteien und Kandidaten zu wählen, die Vielfalt und unterschiedliche Lebensweisen akzeptieren und fördern. Er wies darauf hin, dass in vielen Ländern, einschließlich Deutschland, eine Zunahme von Hass und Intoleranz gegenüber Menschen mit anderen Überzeugungen oder Lebensstilen zu beobachten sei: “Und wenn man sich mal nur in Deutschland anschaut, wieviel Hass, wieviel Hetze in Teilen Deutschlands – und zwar nicht nur im Osten und nicht nur von der AFD – Menschen entgegengebracht wird, die anders sind, die anders lieben, die sich anders anziehen, die was anderes glauben, die einfach so sein wollen, wie sie sind … dann wird es wichtig zu realisieren, dass es eben entscheidend ist, zur Wahl zu gehen und Parteien und Menschen zu wählen, die dafür eintreten, wie der Kölner sagt, dass jeder Jeck anders sein darf; dass das nicht nur richtig ist und akzeptiert werden muss, sondern dass das auch gut ist.”




