Am gestrigen Samstag hieß es: Demonstrieren! Tausende Aktivisten trafen sich gestern erneut Deutschlandweit um gegen das ACTA-Abkommen zu demonstrieren.
Was wohl viele abgehalten hat auf die Straße zu gehen, wa die Pressemeldung, dass Deutschland das umstrittene Abkommen nun doch nicht unterzeichnet.
Das ist so nicht ganz richtig. Natürlich haben “die da oben” mitbekommen, dass sich viele Menschen gegen das Abkommen, was hinter verschlossenen Türen gegründet wurde, Europaweit wehren. Deutschland hat nun beschlossen, das Abkommen bis zur Klärung offener Fragen vorerst nicht zu unterzeichnen. Das umstrittene Anti-Piraterie-Abkommen bleibt zunächst einmal in der Schublade. Nach heftiger Kritik legt die Brüsseler Kommission das unter anderem mit den USA und Japan vereinbarte Vertragswerk zunächst dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) vor.
Der Verein Digitale Gesellschaft warf der Kommission vor, auf Zeit zu spielen. «Sie hofft, dass die Proteste gegen das Abkommen nach einem langen EuGH-Verfahren vergessen sind und die Nutzer nicht mehr auf die Straße gehen», schrieb der Vorsitzende der Organisation, Markus Beckedahl, in einer Mitteilung.
Was viele Gegner des Abkommens derzeit beklagen, ist das sture Leitbild das sich in der Öffentlichkeit breit macht. So heißt es auf einem Online-Portal einer bekannten Zeitschrift:
“Die „Generation kostenlos“ lässt nicht locker: Die Debatte um das Urheberrechtsabkommen Acta hat tausende Menschen auf die Straße getrieben.” oder auch:
“Viele Nutzer haben zudem die Sorge, dass sie nicht mehr so leicht Filme oder Musik aus dem Internet herunterladen können, dass ihre Daten dabei an Dritte weitergegeben werden oder dass sie saftige Strafen zahlen müssen.”