
“Ich wünsche mir”, sagte Schneider, “dass die Bundesregierung einige ideologische Scheuklappen bei der Betrachtung der Wirklichkeit ablegt”. Eindringlich warnte er vor einem Auseinanderdriften von Arm und Reich in unserer Gesellschaft. “Ich beobachte eine sehr beunruhigende Entwicklung”, so Schneider. Seit Jahren schon warnten Kirchen und Wohlfahrtsverbände davor, “dass sich Einkommen und Vermögen immer weiter auseinander entwickeln”. Doch diese Bemühung sei “leider bislang erfolglos” geblieben, bedauert Schneider, “und zwar unabhängig davon, welche Koalition” gerade an der Macht gewesen sei. Die Gesellschaft verliere ihre solidarische Kraft, mahnte der Präses. Das “Sich-Gegeneinander-Profilieren, das Auseinanderdriften nimmt zu”.