In Atmosphere gelingt Taylor Jenkins Reid eine kraftvolle Mischung aus historischer Kulisse, emotionalem Tiefgang und einer zärtlichen Liebesgeschichte. Die Handlung, die im Jahr 1980 beginnt, führt uns zur ehrgeizigen Astrophysikerin Joan Goodwin, die beim NASA-Space-Shuttle-Programm einsteigt – und sich nicht nur den rauhen Bedingungen des Weltraum-Trainings, sondern auch ihrer eigenen Identität und dem Unerwarteten gegenüber sieht.
Was der Redaktion besonders gefallen hat:
Die Liebe zwischen Joan und Vanessa (eine Ingenieurin im Programm) wird mit Hingabe erzählt – nicht als schickes Accessoire, sondern als zentrales Thema mit viel Gefühl und Konfliktpotenzial. Ein Blogger schreibt treffend:
„Their emotional journey is one that will resonate with every reader.”
coolgirlcritiques.com
Die Atmosphäre (im doppelten Sinn) ist meisterhaft geschaffen: das Ringen um Raumfahrtträume, die 1980er-Jahre, das Gefühl „nach oben“ zu wollen – und gleichzeitig geerdet zu bleiben, insbesondere durch Joans Rolle als Tante ihrer Nichte Frances.Reid-typisch sind die Figuren vielschichtig und lebendig – man spürt Konkurrenz, Freundschaft, Geheimnisse und Zusammenhalt im Astronauten-Team. Wie eine Rezension ausführt:
„Though I dearly loved each character … scenes that showcased Joan and her niece’s relationship … were ones I found myself smiling through.”
dailytarheel.com
Der Spannungsbogen: Der Roman wechselt zwischen ruhigen Passagen des Alltags, der Selbstfindung und den lebensbedrohlichen Momenten einer Weltraummission – das macht ihn zu einem pageturner-ähnlichen Erlebnis, zugleich emotional berührend.
Natürlich gibt es auch kleinere Schwächen: Einige Leser:innen fanden den Einstieg etwas überfrachtet mit Figuren oder dass bestimmte Themen sprachlich zu früh angesprochen würden. Doch insgesamt überwiegt das Positive deutlich – Atmosphere zieht einen ein, berührt, überrascht und lässt den Blick wieder auf die Sterne richten.
Unser Fazit: Wer Geschichten liebt, in denen Herz und Kopf gleichermaßen angesprochen werden, wer Lust hat auf eine romantische, emotional dichte Erzählung vor ungewöhnlichem Hintergrund – der macht mit Atmosphere keinen Fehler. Ein starker Roman, der zeigt: Liebe kann, selbst dort wo „die Atmosphäre dünn“ ist, ganz groß sein.
