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Stadt Duisburg informiert zum Umgang mit Wildtieren

Die Untere Naturschutzbehörde im Umweltamt der Stadt Duisburg weist  zusammen mit der Feuerwehr Duisburg, dem städtischen Veterinäramt sowie  der Tierklinik am Kaiserberg und der Tierrettung „Schütz“ die Bürgerinnen  und Bürger darauf hin, keine Wildtiere wie junge Vögel, Tauben, Elstern,  Krähen, Mäuse, Ratten oder Igel aufzusammeln und zum Tierarzt zu bringen.  In den letzten Wochen haben vermehrt Bürgerinnen und Bürger scheinbar  hilflose oder vermeintlich verletzte Wildtiere aufgenommen und zur  tierärztlichen Versorgung gebracht. Diese Tiere benötigen in den meisten  Fällen keine menschliche Hilfe und können in ihrer natürlichen Umgebung  besser versorgt werden. 

„Obwohl dies aus einer guten Absicht geschieht, kann es für die Tiere  tatsächlich nachteilig sein. Wildtiere, insbesondere junge Vögel und Igel, sind  in der Lage, sich selbstständig zu versorgen und sind oft nicht so hilflos, wie  es den Anschein haben mag. Die Elterntiere kümmern sich in den meisten  Fällen um ihre Nachkommen und leisten die notwendige Fürsorge. Indem  Menschen diese Tiere aufsammeln, aus ihrer gewohnten Umgebung nehmen  bzw. vom Familienverband trennen, wird ihre Überlebensfähigkeit  beeinträchtigt. Stattdessen sollten Wildtiere in ihrer natürlichen Umgebung  belassen und ggf. aus dem Nest gefallene Jungvögel in das Nest zurück oder  zum Schutz vor Katzen etc. auf einen Ast oder in einen Strauch gesetzt  werden“, so Dr. Randolph Kricke, Artenschutzbeauftragter der Stadt Duisburg. 

Unter Umständen ist auch in Kauf zu nehmen, dass Wildtiere, insbesondere  junge und unerfahrene Tiere, durch Unfälle, Krankheiten oder Beutegreifer  zu Tode kommen. Dementsprechend sollte man – so schwer es im Einzelfall  sein mag – der Natur ihren Lauf lassen und sich als Mensch nicht einmischen.  In vielen Fällen sind die Tiere jedoch nicht wirklich in Not. 

In Duisburg und in der näheren Umgebung gibt es nur sehr wenige, auf die  Aufnahme von Wildtieren spezialisierte Auffangstationen. Sowohl die  Tierklinik als auch die geringen ehrenamtlichen Kapazitäten in diesen  Stationen sind insbesondere jetzt zur Brut- und Setzzeit angesichts der  großen Anzahl an Wildtieren, die von Bürgerinnen und Bürgern aus  augenscheinlich guten Gründen aufgenommen wurden, vollkommen ausgeschöpft. 

Mit dem Bundesnaturschutz- und dem Bundesjagdgesetz gibt es auch  gesetzliche Bestimmungen, die zum Beispiel im Falle von jagdbaren Arten  das Aufsammeln und das Entfernen von Wildtieren aus ihrem Lebensraum  unter Strafe stellen. 

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