Website-Icon xtranews – das Newsportal aus Duisburg

Stadt Duisburg informierte Bürgerinnen und Bürger über die Planungen zum neuen Tierschutzcampus

Stadt Duisburg

Stadt Duisburg

Das Duisburger Tierheim in Neuenkamp ist in die Jahre gekommen und stößt  zunehmend an seine Kapazitätsgrenzen. Um den Bedürfnissen der Tiere  gerecht zu werden, ist ein Neubau dringend erforderlich – darüber herrscht  bei allen Beteiligten Einigkeit. Am Dienstagabend informierte die Stadt  Duisburg bei einer öffentlichen Bürgerinformationsveranstaltung in der  Erlöserkirche Rheinhausen über den aktuellen Planungsstand eines  Tierschutzcampus an der Essenberger Straße in Asterlagen. Geplant ist ein  moderner, nachhaltiger Standort für den Tierschutz in Duisburg – mit Raum  für Engagement, Bildung (Seminare für Mitarbeitende aber auch für  interessierte Bürgerinnen und Bürger) und verantwortungsbewussten  Umgang mit Tieren. 

Rund 150 interessierte Bürgerinnen und Bürger sowie zahlreiche  Vertreterinnen und Vertreter aus Verwaltung und Stadtrat nahmen an der  Veranstaltung teil und diskutierten über die vorgestellten Konzepte.  Oberbürgermeister Sören Link betonte die Bedeutung des Projekts für den  Tierschutz in Duisburg: „Das Tierwohl ist eine gemeinsame Verantwortung.  Mit dem neuen Tierschutzcampus schaffen wir einen Ort, der alle  Anforderungen an eine artgerechte Haltung und Vermittlung erfüllt und sich  zugleich nahtlos in die bestehende Infrastruktur einfügt. Nach einem  intensiven und sorgfältigen Planungsprozess freut es mich sehr, dass wir ein  zukunftsfähiges und ganzheitliches Konzept erarbeitet haben.“ 

Auch Linda Wagner, Beigeordnete für Umwelt, Klimaschutz, Gesundheit,  Verbraucherschutz und Kultur, unterstrich die Relevanz des Vorhabens: „Dieses Projekt wird ein wichtiger Meilenstein für den verantwortungsvollen  Umgang mit Tieren in unserer Stadt. Duisburg schafft gemeinsam mit dem  Tierschutzzentrum Duisburg e.V. sowie engagierten Bürgerinnen und  Bürgern einen Ort, der nicht nur die Anforderungen an einen modernen  Tierschutz erfüllt, sondern auch Raum für Austausch, Bildung und gelebtes  Engagement im Sinne des Tierwohls bietet. Als Dezernentin ist es mir ein  besonderes Anliegen, diese Kooperationen zu stärken und den Tierschutz in  Duisburg zukunftsfähig weiterzuentwickeln.“ 

Architekt Burkhard Röhm präsentierte die baulichen Planungen, die Struktur  und Funktion des Gebäudes, erläuterte die vorgesehenen Abläufe sowie die  Betriebszeiten (täglich 8 bis 17 Uhr) und gab einen Überblick zum Zeitplan  und zum Stand der Genehmigungen. Demnach wird der gesamte Campus  eine Grundstücksfläche von knapp 32.000 Quadratmetern umfassen und  über ausreichend Pkw- und Fahrradabstellplätze verfügen. Nur das  Empfangsgebäude und das Kleintierhaus sind zweigeschossig angelegt, alle  anderen Häuser eingeschossig. Die Gebäude sollen teilweise mit  Photovoltaik versehen und begrünt werden. Insgesamt ist der  Tierschutzcampus inklusive Quarantäne- und Krankenstationen für 85  Hunde, 223 Katzen, 135 Kleintiere und 70 Vögel ausgelegt. Dabei wird darauf  geachtet, den Besucherbereich klar von der Quarantäneabteilung zu trennen. 

Ergänzend stellte die Firma Peutz Consult die Ergebnisse der  schalltechnischen Untersuchung für das betroffene Gebiet vor. So soll es eine  begrünte circa fünf Meter hohe Schallschutzwand mit vorgelagerter Baum und Buschbepflanzung (Tiefe 11,5 bis 18,5 Meter) geben. Norbert Schauerte Lüke von Regio GIS Planung erläuterte des Weiteren die geplanten Maßnahmen für den Landschafts- und Biotopschutz. Die Pläne sehen auch  ein neu geschaffenes Biotop am Standort vor. 

Glücklich zeigt sich auch Norma Puchstein, 1. Vorsitzende des  Tierschutzzentrums Duisburg e. V.: „Mit dem Bau des neuen  Tierschutzcampus schaffen wir einen sicheren, liebevollen Ort für Tiere in Not  und ein Zuhause auf Zeit, das ihren Bedürfnissen gerecht wird. Dieses  Projekt ist das Ergebnis vieler Jahre Herzblut, Engagement und  unermüdlicher Arbeit unseres Tierheimteams, Unterstützerinnen und  Unterstützer. Für uns ist es mehr als ein Bau – es ist ein starkes Zeichen für  Mitgefühl, Verantwortung und gelebten Tierschutz in Duisburg.“ 

Im Anschluss an die Fachvorträge konnten die Teilnehmenden Fragen stellen  sowie Hinweise und Anregungen geben. Diese Rückmeldungen werden  dokumentiert und fließen in die weitere Planung ein. 

Über den Neubau muss schlussendlich noch der Rat der Stadt Duisburg  abstimmen. Anvisierter Baubeginn ist 2026. Der neue Tierschutzcampus  könnte dann bereits Ende 2027 / Anfang 2028 fertiggestellt sein. 

Die mobile Version verlassen