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Duisburg: Hitzetage – Hilfe für wohnungslose Menschen

pixabay.com/geralt

Die Hitze hat die Stadt auch in den nächsten Tagen fest im Griff, der Deutsche  Wetterdienst hat eine entsprechende Warnung herausgegeben. Gerade an Hitzetagen ist es besonders wichtig, achtsam miteinander umzugehen und – wenn nötig – Hilfe anzubieten.  

In Duisburg setzen sich sowohl engagierte Ehrenamtliche als auch die  Mitarbeitenden der Stadtverwaltung ganzjährig für wohnungslose Menschen  ein – nicht nur in der kalten Jahreszeit, sondern auch im Sommer.  

Der Verein „Gemeinsam gegen Kälte Duisburg e.V.“ verstärkt seine  Aktivitäten und verteilt vormittags am Kälte- und Medibus kostenloses  Trinkwasser. Zusätzlich erhalten Bedürftige Sonnenschutzcreme, Kappen  sowie an die sommerlichen Temperaturen angepasste Kleidung. Der Bus  fährt täglich bekannte Treffpunkte an und erkundigt sich nach dem  Wohlbefinden der Menschen vor Ort. 

Der Suchthilfeverbund Duisburg e. V. an der Gutenbergstraße in der  Innenstadt sowie an der Rathausstraße in Hamborn unterstützt mit Getränken  und Sonnenschutzmitteln.  

Die Zentrale Anlauf-, Beratungs- und Vermittlungsstelle (ZABV) im  Diakoniewerk Duisburg GmbH hofft auch in diesem Jahr, dass das Land  NRW die Sommerhilfen für obdach- und wohnungslose Menschen erneut zur  Verfügung stellt. Die Mittel sollen dazu dienen, dringend benötigte Hilfsmittel  wie Kopfbedeckungen, Sonnenschutzcremes, Trinkwasser, Kühlungstücher,  Gutscheine für Discounter, Trinkflaschen und kleine Handtücher  bereitzustellen. 

Sozialdezernentin Astrid Neese hebt hervor: „Mit steigenden Temperaturen  wächst auch die gesundheitliche Gefährdung von obdachlosen Menschen.  Extreme Hitze ist für sie genauso ein Risikofaktor wie Kälte. Daher bin ich  froh, dass wir als Stadt Duisburg zusammen mit zahlreichen ehrenamtlichen  Organisationen und von uns beauftragten Stellen, flächendeckend den  Menschen passende Hilfestellung anbieten. Wichtig sind insbesondere  Räume, die Abkühlung verschaffen. Auch hierüber informiert das Netzwerk  gerne. Für uns als Gesellschaft heißt es auch bei Hitzephasen hinzuschauen  und allen zu helfen, die Unterstützung benötigen.“ 

Uwe Lonzeck, 1. Vorsitzender des Vereins Gemeinsam gegen Kälte in  Duisburg sagt: „Mit dem Ansteigen der Temperaturen verändert sich auch die  Arbeit des Vereins und passt sich den Erfordernissen der Hitze an. Beim  Einsatz mit unserem Kältebus und dem Medibus geben wir im Sommer  grundsätzlich Wasser aus. Wir weisen unsere Klientel auf die  Trinkwasserbrunnen und ggf. auf Kälteräume hin, deren Ausbau im  Stadtgebiet wir ausdrücklich begrüßen würden. Wir hoffen, dass die Türen  der Kirchen als Kälteräume in diesem Jahr geöffnet werden. Aber auch die  Ausgabe von Sommerschlafsäcken, T-Shirts und Käppis gehören zu unserer  Hitzehilfe.“ 

Pfarrerin Barbara Montag, Geschäftsführerin beim Diakoniewerk Duisburg  betont mit Nachdruck: „Das Leben auf der Straße ist ein ständiger Kampf ums  Überleben – und während der heißen Sommermonate wird dieser Kampf oft unsichtbar, aber nicht weniger bedrohlich. Jeder Mensch verdient es,  gesehen, geschützt und als Teil unserer Stadtgemeinschaft geachtet zu  werden – unabhängig von seiner Lebenslage. Menschlichkeit ist kein  saisonales Angebot, sondern ein Grundsatz, der uns das ganze Jahr über  begleitet.“ 

Auf unserer Webseite www.duisburg.de/hitze finden Sie umfassende  Informationen rund um das Thema Hitze. Neben hilfreichen Tipps für heiße  Tage finden Sie dort auch eine Liste mit kühlen Orten in der Stadt. Außerdem  finden Sie Informationen zu den Trinkwasserbrunnen in der Innenstadt, die  rund um die Uhr zugänglich sind. Kostenloses Trinkwasser steht auch an  verschiedenen Refill-Stationen zur Verfügung: https://refill-deutschland.de/

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