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Warum es noch immer eine neuen Anwendungsmöglichkeiten für Kryptowährungen gibt

pixabay.com/sergeitokmakov

Kryptowärungen erfreuen sich großer Beliebtheit. Sowohl als Anlageobjekt als auch als Stein des Anstoßes. Zurecht werden Kryptowährungen mit Umweltverschmutzung gleichgesetzt, jedoch kann keiner wirklich genau sagen wie groß die Auswirkungen wirklich sind. Was sich sagen lässt ist zwar der Stromverbrauch je Transaktion und der kann, je nach Währung, mehr als 4.0000 KWh betragen, jedoch ist es kaum möglich zu sagen aus welchen Quellen dieser Strom kommt. Bei nachhaltig erzeugtem Strom wäre es ja ein weitaus kleinerer Umweltaspekt als zum Beispiel bei reiner Kohlekraft. Aber darum soll es an dieser Stelle nicht gehen. Kryptowährungen sind bisher reine Anlageobjekte, eine wirkliche praktische Nutzung ist eigentlich fast nirgends möglich. Ausnahmen stellen hier zum Beispiel der deutsche Computershop Alza dar und das mittelamerikanische Land El Salvador, das Bitcoin tatsächlich vorübergehend als Landeswährung zugelassen hat.

Eine wirkliche praktische Nutzung von Kryptowährungen bleibt jedoch derzeit noch aus. Das mag sich in Zukunft allerdings ändern, denn sowohl in den USA als auch in Europa ist ein Verbot von Bitcoin und Co. Mittlerweile praktisch vom Tisch. Beide großen Wirtschaftsräume haben in der vergangenen Woche entschieden das man Kryptowährungen ins eigene Finanzsystem integrieren und damit neue Mittel und Wege schaffen möchte. In Europa war sogar ein komplettes Verbot der Proof-of-Work Technik im Gespräch, wobei es sich um die energieintensive Verschlüsselung von Bitcoin und Ethereum handelt. Diese Methode lässt sich allerdings auf viele andere Wirtschaftsbereiche ebenfalls anwenden und ist deshalb eine sehr wertvolle Technik, die man nutzen kann. Gerade in den USA betonte Präsident Biden bereits das man sich nicht mit einem Verbot die Möglichkeiten für Innovationen und Erfindungen verbauen will, der Risken durch Kryptowährungen sei man sich allerdings vollende bewusst.

Während die Kursreaktion vor allem bei der amerikanischen Entscheidung klar zu spüren war, konnten Händler bei der europäischen Absage eines Verbotes kaum Kursveränderungen feststellen, so bitcoin motion. Nach Kursauskünften der Trading Plattform kam es zu einem kleinen Sprung von etwa 2.000 US Dollar, der aber weder untypisch noch überraschend gekommen sei. Der aktuelle Bitcoin Kurs zeigt derzeit auch keinerlei bullige Tendenzen.

Doch was bedeutet das Konkret für die zukünftigen Anwendungsmöglichkeiten von Kryptowährungen auf dem internationalen Markt? Praktisch erstmal nicht viel. Sowohl die US Entscheidung als auch die EU Entscheidung sind nach nicht abschließend final und können auch nicht mehr ermöglichen als bisher. Sicherlich wird es in Zukunft Händlern freigestellt sein auch Kryptowährungen als Zahlungsmittel anzunehmen, jedoch wird das für den kleinen Bürger wohl eher keine Option werden. Alleine die Transaktionskosten in klassischen Netzwerken wie Bitcoin oder Ethereum sind so hoch das viele Einkäufe gleich doppelt so teuer würden. Das macht praktisch keinen Sinn. 

Auch für Händler würde es ein großes Risiko darstellen die großen Kryptowährungen zu akzeptieren und dabei die enormen Kursschwankungen kompensieren zu müssen. Vor allem bei kleineren Werten kann das schnell zu einem Problem werden. Dennoch ist natürlich nicht auszuschließen das sich klassische Kryptowährunen in Zukunft stabilisieren könnten. Ob es nun gerade Bitcoin und Ethereum sein werden ist wohl eher unwahrscheinlich, aber es gibt auch deutlich stabilere Währungen die uns durchaus mehr Hoffnung schenken können.

Zusätzlich muss man natürlich sagen das sowohl die europäische Zentralbank als auch US Finanzministerien bereits an eigenen digitalen Währungen arbeiten, die dann natürlich den gesamten Markt revolutionieren könnten. Eine offizielle digitale Währung kann dann von jedem Händler akzeptiert werden und jeder Kunde kann eine staatliche Digitaldevise nutzen und vermutlich innerhalb von Sekunden auch in andere Devisen umtauschen. So würde es in vielen Fällen leichter fallen im Ausland zu bezahlen. Aber auch das Kleingeld herumgeschleppe, Bargeld abzählen, Geld verlieren und Taschendiebstahl dürften massiv zurückgehen wenn es zu einer digitalen Währungsreform kommen sollte. Diese wird aber wohl eher nicht mit klassischen Kryptowährungen erfolgen, da diese viel zu stark im Preis schwanken und relativ hohe Transaktionsgebühren nach sich ziehen. Bei der aktuellen Inflation würden die zwar auch kaum noch spürbar ins Gewicht fallen, aber bis eine Bitcoin Transaktion wirklich komplett und sicher abgeschossen ist, kann es einige Stunden dauern, so lange würde kein Supermarkt auf sein Geld warten wollen.

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