Mit einem Mitte November vorgelegten Konzept für gesetzliche Änderungen will Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe die Hospiz- und Palliativversorgung in Deutschland verbessern. Es sieht ein ganzes Maßnahmenpaket mit vielen begrüßenswerten Ansätzen für Verbesserungen im ambulanten und im Hospizbereich vor. Der „gegebenenfalls zusätzliche, bisher nicht finanzierte palliativ-pflegerische Mehraufwand in den vollstationären Einrichtungen“, wie es in dem Konzept heißt, soll allerdings nicht refinanziert, sondern erst in Modellprojekten untersucht werden.
Zur Bekräftigung dieser Kritik hat der Diakonie-Vorstand Forderungen für eine angemessene Hospiz- und Palliativversorgung seiner Fachverbände für Altenarbeit, ambulante Pflege und Hospizarbeit an Minister Gröhe gesandt. In der ebenfalls Mitte November auf einem Fachtag verabschiedeten Erklärung fordern die Fachverbände die Finanzierung von ausreichendem und besonders qualifiziertem Personal in den Einrichtungen sowie mehr Supervisionsangebote. Die Kosten dafür, so die Forderung, sollen sich nicht auf die Pflegesätze niederschlagen. Heine-Göttelmann: „Eine gute Begleitung sterbender Menschen darf nicht eine Frage des Geldbeutels sein.“ Die Diakonie RWL repräsentiert rund 400 stationäre Einrichtungen, 250 Pflegedienste, 17 stationäre Hospize und mehr als 50 ambulante Hospizdienste mit 65 000 Mitarbeitenden.
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www.diakonie-rwl.de/altenhilfe